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September 1, 2011 - admin

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Anforderungen: sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen



Vor über einem halben Jahrhundert wurden Implantate (künstliche Zahnwurzeln) entwickelt, um folgendes schier unlösbares Problem zu beherrschen: der extrem schlechte Halt von Prothesen bei zahnlosem Unterkiefer. Um die vierzehn Zähne der Prothese fest zu verankern, genügten zwei bzw. vier Implantate.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurden bessere Technologien und ausgefeiltere OP-Techniken erarbeitet.

Insbesondere jedoch durch die massiv angestiegenen Ansprüche der Patienten nicht nur an Funktion, sondern auch an Ästhetik des Zahnersatzes, stieg die Anzahl der eingepflanzten Implantate pro Kiefer extrem an.

Auch entscheidet sich der heutige Patient nicht nur bei Zahnlosigkeit für Implantate: bei einem fehlenden Zahn und Ersatz durch ein Implantat wird das Beschleifen der Nachbarzähne vermieden, bei mehreren fehlenden Zähnen kann anstelle einer herausnehmbaren Prothese ein festsitzender Zahnersatz eingegliedert werden.

Fehlt ein einwurzliger Zahn, so wird ein Implantat verwandt. Hat der fehlende Zahn zwei Wurzeln, wären auch zwei Implantate, die eine Krone tragen, möglich.

Fehlen zwei nebeneinander stehende Zähne, so reichen zwei Implantate aus. Fehlen drei nebeneinander stehende Zähne, so gibt es zwei Möglichkeiten: 1. drei Implantate mit drei Kronen  2. zwei Implantate, die eine dreigliedrige Brücken tragen.

Lösung zwei ist kostengünstiger als Lösung eins, dafür wird aber auf den entscheidenden Vorteil des Knochenerhaltes durch das dritte Implantat verzichtet: der Knochen schrumpft aufgrund fehlender funktioneller Belastung wie unter einer zahngetragenen Brücke auch. Im Falle von totaler Zahnlosigkeit eines Kiefers und Wunsch des Patienten nach herausnehmbarem Zahnersatz reichen im Unterkiefer drei bis vier Implantate aus.

Zwecks Verhinderung des Knochenabbaus im zahnlosen Kieferbereich aufgrund fehlender funktioneller Belastung sind weitere Implantate sinnvoll.

Fehlen alle Zähne eines Kiefers und wünscht der Patient festsitzenden Zahnersatz, so gibt es drei Behandlungskonzepte: 1. sechs bis acht Implantate im vorderen Kieferbereich ohne alle hinteren Zähne zu ersetzen 2. jeder zweite Zahn wird durch ein Implantat ersetzt 3. je fehlendem Zahn, außer den Weisheitszähnen, ein Implantat. (Dr. Manfred Mainitz, Rammelsbach)

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