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Juni 1, 2010 - admin

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Zahnersatz: Implantatgetragen



Seit über 50 Jahren werden Implantate (künstliche Zahnwurzeln) als sichere und bewährte Methode zur Verankerung von Zahnersatz verwendet. Entsprechend groß ist die Anzahl der verschiedenen Systeme unterschiedlicher Herstellerfirmen: es existieren bereits mehrere Hundert unterschiedliche Implantattypen.

Wie immer schwört jede Herstellerfirma, jede Universität, jeder Behandler auf sein System. Die Vielfalt und Anzahl unterschiedlicher Implantate ist nicht nur für den Laien schwer zu überschauen. Grob kann man die Implantate in zwei Gruppen einteilen: einteilige und zweiteilige Implantate.

Bei den einteiligen Implantaten besteht der Implantatkörper – der Anteil des Implantates, der sich im Kieferknochen befindet – und der Kronenaufbau – der Anteil des Implantates, der den Zahnersatz trägt und im Mund sichtbar ist – aus einem Stück.

Bei den zweiteiligen Implantaten sind Implantatkörper und Kronenaufbau zwei getrennte Teile, die entweder miteinander verschraubt werden oder durch Keileffekt miteinander verbunden werden.

Es ist einfach sich vorzustellen, dass technisch komplizierte Systeme wie die zweiteiligen Implantate im Handling schwieriger und kostenintensiver sind als einteilige Implantate. Dafür sind zweiteilige Implantate flexibler an unterschiedliche Kieferkammsituationen anpassbar: die Kronenaufbauen gibt es in verschiedenen Größen und Formen.

Um jedem Patienten, jeder Kiefersituation gerecht zu werden, kommt ein Behandler nicht umhin, sich verschiedene Implantatsysteme zuzulegen. Dies stellt hohe Anforderungen an Logistik, Investitionsbereitschaft und Ausbildung des OP-Teams.

Dies alles kann dazu führen, dass ein Patient z.B. im Oberkiefer ein anderes Implantatsystem als im Unterkiefer eingesetzt bekommt. Im Extremfall können sogar zwei direkt benachbarte Implantate aus unterschiedlichen Systemen stammen und die darauf befindlichen Kronen miteinander verbunden werden.

Der Grund für diese erfolgreiche Kombinierbarkeit ist das allen Implantattypen innewohnende universelle Wirkprinzip, genannt Osseointegration: die Knochenzellen des Kiefers verwachsen direkt mit der Implantatoberfläche. Durch diesen genialen Kunstgriff der Natur lässt sich Zahnersatz stabil und dauerhaft an Implantaten verankern: man kann sich wieder sicher fühlen beim Essen, Reden und Lachen. (Dr. Manfred Mainitz, Rammelsbach)

Download: unterschiedliche-implantatsysteme-kombinierbar