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Eine wichtige Frage in der Kieferorthopädie lautet: Ist für die Beseitigung der Zahnfehlstellung, des Zahnengstands das Ziehen von gesunden bleibenden Zähnen erforderlich?

Häufig ist der Platz für einige Zähne durch Zahnaufwanderungen verloren gegangen. Bisher hat man in diesen Fällen häufig durch Ziehen von bleibenden Zähnen Platz für für die restlichen Zähne geschaffen. Dies kann jedoch zu folgenden Nachteilen führen: 1. Durch das Ziehen von Zähnen wird der Zahnbogen kleiner, dies kann in der Front zu einem eingefallenen Lippenprofil führen. 2. Die Verkleinerung der Zahnbögen durch Zahnziehen zwingt die Zunge in eine rückwärtige Position. Dies könnte zu einer Verstärkung/Auslösung einer Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer) führen.

Um das Zähneziehen und die damit verbunden Nachteile möglichst zu vermeiden, muss man eine 1. friktionsarme, selbstlegierende festsitzende Zahnspange mit superelastischen Bögen verwenden 2. die von hinten nach vorne aufgewanderten Zähne wieder in ihre korrekte Postion zurückbewegen. Hierzu gibt es mehrer Möglichkeiten:

  1. Headgear (Außenspange)
  2. Pendulum-Apparatur
  3. Frosch-Apparatur unter Verwendung von kieferorthopädischen Verankerungsimplantaten
  4. Damon

Trotz neuer Verfahren ist es in extremen Ausnahmefällen notwendig Zähne zu ziehen, um ein besseres Ergebnis für den Patient zu erzielen.

Ein weiteres Problem in der Kieferorthopädie ist die Verlagerung von Zähnen im Kieferknochen. Die chirurgische Freilegung und kieferorthopädische Einordnung dieser Zähne in den Zahnbogen erfolgt bei uns aus einer Hand.