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Juni 1, 2009 - admin

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Zahnersatz: langfristige Verankerung



Die in der ärztlichen Chirurgie bereits fest etablierte minimalinvasive Vorgehensweise (Schlüsselloch-Chirurgie) hat sich auch in der zahnärztlichen Praxis beim Einpflanzen von Implantaten (künstlichen Zahnwurzeln) bewährt.

Statistiker sagen ein Durchbrechen der Schallmauer von einer Million eingepflanzten Implantaten in Deutschland für das Jahr 2009 voraus.

In den Kindertagen der Implantologie – und auch häufig heute noch üblich – wurde das Zahnfleisch zum Einpflanzen von Implantaten großflächig aufgeschnitten, der darunter liegende Knochen durch „Aufklappen“ dargestellt und meist auch noch mit einer Knochenfräse plangefräst. Ausgedehnte Nahtverschlüsse mit ausgeprägten Weichteilschwellungen, Blutergüssen und Wundschmerzen waren die logische Folge.

Bei der minimalinvasiven Vorgehensweise wird nach gewöhnlicher, örtlicher Betäubung mit sehr feinen Bohrern direkt durch das Zahnfleisch hindurchgebohrt. Die dadurch entstehende Implantatwunde ist 30 Mal kleiner als beim Zahnziehen. Es entsteht – wenn überhaupt – nur eine geringe Blutung, die nach Einpflanzen des Implantates schnell steht, da das Implantat im Durchmesser größer als die Bohrung ist und dadurch als Stopfen wirkt. Ein Nahtverschluss erübrigt sich somit.

Durch diese schonende und sanfte Operationsmethode gehören ausgeprägte Weichteilschwellungen, Nachblutungen, Antibiotikagaben und starke Wundschmerzen der Vergangenheit an. Der Patient kann meist schon am Folgetag seiner gewohnten beruflichen Tätigkeit/Hobbyarbeit nachgehen.

Das hier beschriebene Verfahren setzt ein sehr großes manuelles Geschick des Operateurs sowie reichlich Erfahrung mit der Methodik voraus.

Der Patient wird nur wenig belastet, der Zugewinn an Lebensfreude und Gesundheit – festes Zubeißen, herzhaftes Lachen, Schmecken und Fühlen wie früher wieder möglich – lässt die Operationsbelastungen schnell vergessen. (Dr. Manfred Mainitz, Rammelsbach)

Download: implantate-ohne-skalpell