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Dezember 1, 2010 - admin

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Zahnersatz: implantatverankert



Zu Großvaters Zeiten wurde der Kieferknochen mit Hammer und Meißel bearbeitet. Darauf folgten die bis heute noch verwendeten rotierenden Instrumente: Bohrer und Fräsen. Neu und schonender ist die Bearbeitung des Kieferknochens mittels ultraschallgetriebenen Instrumenten: Piezosurgery.

Um ein Implantat (künstliche Zahnwurzel) in den Kieferknochen einpflanzen zu können, muss ein künstliches Zahnfach geschaffen werden. Dieses wird üblicherweise mittels eines Bohrers hergestellt. Im Kiefer befinden sich sehr sensible anatomische Strukturen: im Unterkiefer ist dies der Unterkiefernerv, dessen Verletzung mit dem Bohrer zu einer lebenslang tauben Lippe führen könnte. Im Oberkiefer ist dies die Kieferhöhle, die mit dem Bohrer eröffnet werden könnte.

Um diese Risiken sicher auszuschließen, benutzt man heute bei geringer Knochenhöhe die sogenannte Piezosurgery. Hierbei schwingt das Instrument und bearbeitet den Knochen sehr schonend. Das Entscheidende dabei ist jedoch die Tatsache, dass die Frequenz des Instrumentes auf den Knochen abgestimmt ist. Berührt das Instrument versehentlich Weichteile wie z.B. den Unterkiefernerv oder die Kieferhöhlenschleimhaut, so bleiben diese unversehrt, da das Instrument frequenzabhängig keine Weichteile schneidet.

Das piezoelektrisch angetriebene Instrument traumatisiert darüber hinaus den Kieferknochen wesentlich weniger als der Bohrer dies tut, was sich in einer schnelleren Wundheilung und weniger Nachbeschwerden des Patienten äußert. Der Patient kann schnell nach der OP wieder seine gewohnte Arbeit aufnehmen und gewinnt zusätzlich ein Stück Lebensqualität durch sicher fixierten Zahnersatz. (Dr. Manfred Mainitz, Rammelsbach)

Download: implantate-ohne-bohrer