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März 1, 2011 - admin

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Zahnersatz: Implantat fixiert

Technisch ist es möglich verloren gegangene Zähne jeweils durch Implantate (künstliche Zahnwurzeln) zu ersetzen, das heißt den Patienten mit Implantaten schrittweise zu versorgen. Dadurch kann eine herausnehmbare Prothese lebenslang vermieden werden.

Dass diese Möglichkeit noch immer nicht voll ausgeschöpft wird, ergibt sich aus dem Vergleich zweier Zahlen: über 10 Millionen Zähne werden in Deutschland jährlich gezogen, aber „nur“ 1 Million Implantate pro Jahr eingepflanzt.

Je mehr Zähne verloren gehen, desto mehr werden die vorhandenen Zähne durch herausnehmbaren Zahnersatz belastet. Insbesondere klammerverankerte Prothesen können die Zähne schädigen. Dies kann langfristig zur Zahnlockerung mit Zahnverlust führen.

Um eine gleichmäßige Lastverteilung zu erzielen und damit einen dauerhaft funktionstüchtigen herausnehmbaren Zahnersatz zu erhalten, sollten zusätzliche „Lastenträger“ in Form von Implantaten eingepflanzt werden.

Bei festsitzendem konventionellen Zahnersatz in Form einer Brücke muss bei weiterem Zahnverlust nicht zwingend eine Implantatversorgung vorgenommen werden: eine neue Brücke mit Einbeziehung weiterer Zähne wäre denkbar. Nachteilig ist hier jedoch, dass zusätzlich gesunde Zähne für die Brückenversorgung beschliffen werden müssen.

Die Implantatversorgung ist zwar die aufwendigste Versorgungsform, bietet aber gegenüber konventionellem Zahnersatz einen entscheidenden Vorteil. Durch die funktionelle Belastung des Knochens durch das Implantat baut sich der Kieferknochen nicht ab, wodurch ein alterstypisch eingefallenes Lippenprofil vermieden wird. Das Ergebnis ist ein großer Zugewinn an Lebensqualität durch festen Biss und sicheres Auftreten auch im Alter. (Dr. Manfred Mainitz, Rammelsbach)

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